Neue Koalitionsmöglichkeiten : 

netzeitung.deÖzdemir zeigt sich offen für Schwarz-Grün

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Özdemir legt los (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Özdemir legt los
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Der neue Vorsitzende der Grünen hat eine härtere Auseinandersetzung seiner Partei mit der Regierung angekündigt. «Wir müssen angreifen», forderte Özdemir. Er setzte vor allem Spitzen gegen den früheren Koalitionspartner SPD.

Der neugewählte Grünen-Parteivorsitzende Cem Özdemir sieht die Vormachtstellung der deutschen Wirtschaft bei erneuerbaren Energien bedroht. «In Obama wächst uns ein Partner heran, aber auch ein Konkurrent», sagte Özdemir der «Passauer Neuen Presse» mit Blick auf den designierten US-Präsidenten Barack Obama.

Dieser werde die amerikanische Wirtschaft sehr schnell auf die neuen Realitäten ausrichten. «Wir dürfen nicht einschlafen. Wir müssen alles tun, damit Deutschland bei den erneuerbaren Energien weiter die Nase vorne hat», sagte er. Der neue Grünen-Chef zeigte sich für eine schwarz-grüne Koalition im Bund offen, falls die Union nicht weiter an ihrem Atomkurs festhalte.

«Mich interessiert vor allem, wie stark die Grünen werden. Koalitionsfragen machen sich an Inhalten fest», sagte er. Man könne nur sagen, mit wem was nicht gehe: «Wenn die Union an ihrem Atomkurs festhält, wird es mit ihr nicht gehen.»

«Sigmar Gabriel kneift, wenn es ernst wird»
Für das Wahljahr 2009 kündigte Özdemir eine härtere Gangart seiner Partei in der Opposition an. «Wir Grüne wollen noch stärker harte Oppositionspartei sein. Wir müssen angreifen», sagte Özdemir.

Es gebe genügend offene Flanken in der Bundesregierung, allen voran der Umweltminister. «Sigmar Gabriel kneift, wenn es ernst wird. Dann sind Umweltinteressen abgemeldet, Autointeressen angesagt - ganz wie bei seinem Mentor, Alt-Autokanzler Gerhard Schröder», sagte Özdemir. Bei Tempolimit und niedrigen CO2- Ausstoßwerten blockiere der Umweltminister, bei der Kfz-Steuerbefreiung für Spritfresser aber gebe er Gas. (AP)