12.11.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Draußen gemeinsam demonstrieren, im Parlament aufeinander einprügeln: die NPD
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Zuerst stritten sie verbal - dann flogen die Fäuste: Ein Streit unter Neonazis hat das Parlament zum Prügel-Schauplatz werden lassen. Mit Videos ähnlicher Vorfälle in anderen Ländern.
Wenn nicht mehr Argumente, sondern nur noch Schläge ausgetauscht werden: Im sächsischen Landtag hat es eine Prügelei unter Rechtsextremisten gegeben. Ein verbaler Streit zwischen dem NPD-Abgeordneten Jürgen Gansel und Fraktions-Berater Peter Naumann eskalierte, wie ein Sprecher am Mittwoch sagte. Er bestätigte damit einen Bericht der «Dresdner Neuesten Nachrichten».
Im Landtagsgebäude sei es zu «Tätlichkeiten» gekommen. Gansel erhielt demnach mindestens einen Schlag ins Gesicht. Auslöser der Schlägerei, die sich bereits am Dienstag ereignete, war nach NPD-Angaben ein «Streit über politische Fragen». Zwischen den Beteiligten habe es zudem seit längerem persönliche Reibereien gegeben, hieß es.
Worum es genau ging, wurde nicht mitgeteilt. Naumann wurde nach Informationen aus dem Landtag inzwischen als Fraktions-Mitarbeiter entlassen. Der NPD-Fraktionssprecher sagte, zu den Konsequenzen werde man sich nicht äußern, es habe sich jedoch um einen gravierenden Vorfall gehandelt.
Normalerweise finden Raufereien jenseits von Fernsehkameras statt - und vor allem nicht innerhalb ein und derselben Fraktion, das gelingt nur deutschen Neonazis. Gelegentlich bricht das Archaische auch in konventionell gewaltlosen und gesitteten Räumen durch, und Herren in Anzügen hauen sich gegenseitig die Köpfe ein. Einige Beispiele von Nadelstreifen-Brutalos: (nz/AP)
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