Der thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus appellierte hingegen an die Atomgegner, Gorleben als nationales Endlager zu akzeptieren. «Wir haben das Endlager, und ich finde, es gibt klare Beschlüsse», sagte der CDU-Politiker in Berlin. Wer die Begrenzung der Atomlaufzeiten wolle, der müsse auch zu dem Endlager stehen.«Der Müll muss entsprechend versorgt und gelagert werden», sagte Althaus. «Deshalb würde ich mir wünschen, dass die Leute sehen, dass der Konsens auf beiden Seiten eingehalten wird.»
Der Atomkonsens aus dem Jahr 2000 sieht vor, die deutschen Atomkraftwerke noch eine bestimmte Menge Strom produzieren zu lassen und sie danach abzuschalten. Für den Salzstock Gorleben, der Ende der 70er Jahre zum Standort für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle erkoren wurde, wurde gleichzeitig ein Forschungsmoratorium verhängt. (nz/AP)