01.11.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Terrorfahndung des BKA
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Auch hierzulande halten sich Personen aus dem islamistisch-terroristischen Spektrum auf. Laut Staatssekretär Hanning lassen sich manche von ihnen in Terrorcamps in Asien ausbilden und planen Anschläge in Deutschland.
Rund 700 Personen werden in Deutschland islamistisch-terroristischen Kreisen zugerechnet. Das sagte der Staatssekretär im Bundesinnenministerium, August Hanning, der Berliner «BZ am Sonntag» unter Berufung auf die Sicherheitsbehörden. «Eine zweistellige Zahl davon wird derzeit von den Ländern als Gefährder bezeichnet und besonders intensiv beobachtet.»
Anschlagsziele seien zum Beispiel öffentliche Plätze, weil diese schwer zu schützen seien und es viele Opfer geben würde. Auch Islamisten aus Deutschland würden in Terrorcamps im pakistanisch- afghanischen Grenzgebiet ausgebildet. Ein Teil von ihnen kehre hierher zurück und werde zur Gefahr, sagte der frühere Präsident des Bundesnachrichtendienstes.
Das Terrornetzwerk El Qaeda habe sich in der Region Pakistan und Afghanistan neu organisiert und wieder an Schlagkraft gewonnen. «Es bedarf noch großer Anstrengungen der internationalen Gemeinschaft.» Es werde noch etliche Jahre dauern, bis Afghanistan selbst für seine Sicherheit sorgen könne. Deutschland habe bisher 24.000 afghanische Polizisten ausgebildet. Die afghanische Polizei soll einmal 82.000 Mann stark werden. Deutschland unterstütze den Polizeiaufbau mit 36 Millionen Euro jährlich. (dpa)