Gegen Rechtspopulismus im Briefkasten:
Post verweigert Pro-Köln-Propaganda
24.10.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Pro Köln warf der Post Zensur vor. Es habe sich um eine offene Sendung gehandelt, betonte der Post-Sprecher. Die Mitarbeiter des Briefzentrums hätten bei der routinemäßigen Prüfung Bedenken wegen des Inhalts bekommen und ordnungsgemäß die Rechtsabteilung eingeschaltet. Pro Köln sei darüber unterrichtet worden, dass man die Sendung nicht verteilen werde.
Die Post lehnte die Auslieferung der Zeitung nach Angaben von Pro Köln mit der Begründung ab, sie enthalte Tatsachenbehauptungen über den Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma, die geeignet seien, ihn in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen. Die Wahrheit der Aussagen sei nicht ersichtlich. Damit liege eine Straftat vor. Pro Köln erklärte dagegen, die Postwurfsendung enthalte keine strafbaren Aussagen. Schramma hatte den Anti-Islamisierungs-Kongress von Pro Köln im September bei einer Gegenkundgebung scharf verurteilt und gesagt: «Dieser Kongress ist nicht willkommen.» (AP)

