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Umstrittener Präsidentenkandidat: 

Ackermann nennt Sodann «ungeheuerlich»

19. Okt 2008 15:49
Ackermann sieht die Feinde des Kapitalismus im Aufwind
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«Mir wird langsam angst um dieses Land», sagte der Chef der Deutschen Bank in Reaktion auf ein Interview des ehemaligen «Tatort»-Kommissars. Links-Fraktionschef Gysi verteidigte indes seinen Kandidaten für das Präsidialamt.

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Josef Ackermann, hat empört auf die gegen ihn gerichteten Äußerungen des Bundespräsidentschafts-Kandidaten der Linkspartei, Peter Sodann, reagiert. Der ehemalige «Tatort»-Kommissar Sodann hatte vorige Woche in einem Interview gesagt, als echter Polizist würde er Ackermann verhaften.

Dieser bezeichnete es nun in der «Bild am Sonntag» als «ungeheuerlich, dass jemand so etwas sagt, der für das höchste Amt in einem Rechtsstaat kandidiert». Ackermann fügte hinzu: «Mir wird langsam angst um dieses Land.»

Der Deutsche-Bank-Chef warnte davor, dass die Finanzkrise den Gedanken der Marktwirtschaft und des freien Unternehmertums beschädigt. «Die Feinde der Freiheit und der Marktwirtschaft sehen jetzt ihre Stunde gekommen. Aber sie sollten sich nicht zu früh freuen. Die Marktwirtschaft hat aus Krisen immer gelernt und ist dadurch immer besser geworden. So wird es auch diesmal sein.»

Gysi: «Ehrabschneidende Kommentare»

Der Fraktionschef der Linken im Bundestag, Gregor Gysi, wies die Kritik verschiedener Medien am Präsidentschafts-Kandidaten Sodann zurück. «Käme eine vergleichbare Persönlichkeit aus dem Westen, würde es wohl keine so ehrabschneidenden Kommentare geben», sagte Gysi in einem Interview der Zeitschrift «Super Illu».

Die Reaktionen eines Teils der westdeutschen Medien zeigten, «dass bei manchen der Kalte Krieg in den Köpfen fortwirkt». Gysi fügte hinzu: «Peinlich ist nicht Peter Sodann, sondern der kleine Teil von westdeutschen Journalisten, die ihn in gehässiger Weise diskreditieren. In ihren Augen ist er eben nur ein Ossi.»

Der Schauspieler hatte in dem Interview auch gesagt, Deutschland sei für ihn keine Demokratie. Daraufhin hielten Union, FDP, SPD und Grüne Sodann vor, dem Amt des Bundespräsidenten nicht gewachsen zu sein. (dpa)

 
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