Die Verlobte äußere darin einen Kinderwunsch und die Hoffung, Omar D. bald wiederzusehen. Bei zwei SMS-Nachrichten, die als Indizien im Haftbefehl aufgeführt seien, habe er Zweifel, ob ihr Wortlaut dort richtig wiedergegeben worden sei, sagte Günal. Zudem sei der Kontext der Textnachrichten unklar. Der Anwalt vertritt nach eigenen Angaben den Deutsch-Somalier Omar D., ein Kollege der selben Kanzlei den Somalier Abdirazak B. Der SPD-Innenpolitiker Karsten Rudolph nannte den Zugriff in der «Frankfurter Rundschau» eine «schrecklich peinliche Aktion des NRW-Innenministers Ingo Wolf». Die Zeitung zitiert einen Sprecher des von dem FDP-Politikers Wolf geführten Innenministeriums mit der Äußerung, dass eine Gefahrenlage vorgelegen habe, die er aus ermittlungstaktischen Gründen aber nicht erläutern könne. Das LKA wollte sich am Dienstag nicht zu den aktuellen Entwicklungen äußern.
Unterdessen hat die SPD-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag am Dienstag eine Sondersitzung des Innenausschusses zu dem Thema beantragt. Ein Sprecher sagte, Innenminister Wolf solle dem Innenausschuss in einer Sondersitzung möglichst schon kommende Woche Rede und Antwort stehen. Die Terminierung sei aber Sache des Ausschussvorsitzenden.(dpa/AP)