Außenminister Steinmeier (vorn) und Verteidigungsminister Jung
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In den letzten Jahren war sie nicht im Einsatz. Nun verzichtet der Bund ganz auf die Möglichkeit, die Elitetruppe KSK nach Afghanistan zu entsenden. Dahinter steckt jedoch Kalkül. Denn die Nato hat neue Wünsche an Deutschland.
Deutschland stellt für den US-geführten Anti-Terror-Einsatz in Afghanistan keine Elitesoldaten mehr zur Verfügung. «Wir verzichten auf die Bereitstellung von rund 100 Soldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK)», sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. In den letzten Jahren seien keine KSK- Soldaten im Rahmen der Anti-Terror-Operation OEF eingesetzt worden, zu der das Elitekommando gehört.
Außenminister Frank- Walter Steinmeier (SPD) begründete im «Spiegel» einen entsprechenden Vorstoß für den Abzug der Elitesoldaten mit dem Hinweis auf die verstärkte Beteiligung an der Nato-geführten Schutztruppe Isaf. Aus dem Ministerium hieß es, die Herausnahme des KSK sei mit den Verbündeten abgesprochen. Der Bundestag entscheidet über die einjährige Verlängerung des Bundeswehreinsatzes und gleichzeitige Aufstockung des Isaf-Kontingents um 1000 auf 4500 Mann. Die endgültige Entscheidung soll Mitte Oktober fallen. Der von der Nato geplante Einsatz von fünf Awacs- Aufklärungsflugzeugen am Hindukusch wird vermutlich ausgeklammert.
Steinmeiers Ansinnen könnte der SPD im Bundestag die notwendige Zustimmung zur Entsendung von Awacs-Aufklärungsflugzeugen erleichtern. Die Nato hatte die Spezialflieger, die auch Bundeswehrsoldaten steuern, für den Kampf gegen die Taliban angefordert. Vor einem Jahr hatte es um den Einsatz von «Taornado»-Aufklärern der Bundeswehr eine ähnliche Diskussion gegeben. (nz/dpa)