Es dürfe nicht weiter zu Spaltungen kommen, sagte der CSU-Politiker. «Wir müssen wieder Geschlossenheit herstellen.» Es brauche jemanden, «der kraftvoll für die CSU und den Freistaat sprechen kann», forderte Weber. «Und das ist Horst Seehofer.» Wer in Berlin nicht in die Kabinettsdisziplin eingebunden sei, könne die bayerischen Interessen besser vertreten. Der frühere Chefredakteur des CSU-Blattes «Bayernkurier», Wilfried Scharnagl, erklärte im Bayerischen Rundfunk, Bundesagrarminister Seehofer habe «die größten Aussichten, auch Ministerpräsident zu werden». In der CSU habe sich «ein gewaltiger Mainstream» zugunsten Seehofers entwickelt, sagte Scharnagl, der ein enger Vertrauter des früheren CSU-Chefs Franz Josef Strauß war. «Seehofer würde sicherlich auch ein guter Ministerpräsident werden.»
Rückendeckung bekam Herrmann von seinem CSU-Heimatverband Mittelfranken, der sich am Sonntagabend für ihn als Ministerpräsidenten aussprach. Eine endgültige Entscheidung über den Nachfolger von Ministerpräsident Günther Beckstein will die CSU-Landtagsfraktion am Mittwoch treffen. (dpa/AP)