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Machtgerangel in der CSU: 

Herrmann gibt sich weiter kämpferisch

05. Okt 2008 12:57
Der eine wird's wohl - der andere gibt aber noch nicht auf
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«Meine Kandidatur steht», verkündet der bayerische Innenminister einer Zeitung zufolge. Am Sonntagnachmittag trifft Herrmann sich wohl mit den beiden anderen Kandidaten Goppel und Seehofer zum Kaffee.

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann hält an seiner Kandidatur für die Nachfolge Günther Becksteins im Amt des Ministerpräsidenten fest. «Meine Kandidatur steht», sagte Herrmann am Samstagabend der «Bild am Sonntag». Weiter wird der CSU-Politiker mit den Worten zitiert, er halte es nach wie vor für richtig, dass der CSU-Vorsitzende in Berlin sei.

Der CSU-Bezirksverband Oberbayern hatte dagegen am Samstag dafür plädiert, dass Bundesverbraucherminister Horst Seehofer nicht nur neuer Parteichef werden, sondern zugleich auch als Ministerpräsident nach München gehen solle. Der dritte noch verbliebene Bewerber um die Beckstein-Nachfolge, Wissenschaftsminister Thomas Goppel, hatte daraufhin Bereitschaft zum Verzicht erkennen lassen, sofern auch Herrmann nicht mehr antrete.

Nach einer Meldung der Münchner «Abendzeitung» waren beide am Sonntagnachmittag zusammen mit dem oberbayerischen Bezirkschef und Kultusminister Siegfried Schneider zum Kaffee bei Seehofer eingeladen. Davon wurde eine mögliche Entscheidung darüber erwartet, ob es bei der Sitzung der CSU-Landtagsfraktion am Mittwoch tatsächlich noch zu einer Kampfkandidatur um das Amt des Ministerpräsidenten kommt.

Seehofer doch kein Spitzenkandidat für Bundestagswahl?

Weiter berichtete das Blatt auf seiner Internetseite, Seehofer wolle Berlin ganz den Rücken kehren und als bayerischer Ministerpräsident auch nicht CSU-Spitzenkandidat zur Bundestagswahl 2009 werden. Auch eine Pro-Forma-Kandidatur wie 2005 vom damaligen CSU-Chef und Ministerpräsident Edmund Stoiber werde es nicht geben. Das habe Seehofer bereits der CSU-Spitze und seinem Bezirksverband Oberbayern mitgeteilt. Damit wolle er Bedenken entgegentreten, der künftige bayerische Ministerpräsident könnte nach neun Monaten schon wieder nach Berlin wechseln. (AP)

 
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