01.10.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Kusch hat erneut bei einem Suizid geholfen
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der ehemalige Justizsenator Kusch hat es wieder getan. Er hat einer Hamburgerin offiziell beim Sterben begleitet. Die deutsche Hospiz-Stiftung hält sein Verhalten für reine Geschäftemacherei.
Hamburgs Ex-Justizsenator Roger Kusch hat erneut einen Menschen beim Sterben begleitet. Am Dienstagmittag sei die 84-jährige Hamburgerin Inge I. aus dem Leben geschieden. «Bei dem Suizid in ihrer Wohnung wurde sie von Dr. Kusch begleitet», heißt es in einer am Dienstagabend von seinem Sterbehilfeverein verbreiteten E-Mail.
Seit Mai will Kusch Kontakt zu der Frau gehabt haben, die sich an seinen Verein wandte. Im Juni hatte Kusch erstmals einem Menschen beim Suizid geholfen damit bundesweite Empörung ausgelöst. Laut seiner Internetseite verlangt der frühere Senator «bis zu 8000 Euro» für seine Dienste.
Die Deutsche Hospiz-Stiftung hatte Kusch Zynismus vorgeworfen. «Statt sich an die Seite Schwerstkranker und Sterbender zu stellen, geht es ihm ganz billig ums Geschäft», sagte der Geschäftsführer Eugen Brysch. (epd)