Afghanistan: 

netzeitung.deBundeswehrpiloten sollen bei Luftangriffen helfen

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Bundeswehriloten im Awacs-Jet (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Bundeswehriloten im Awacs-Jet
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die geplante Entsendung von Awacs-Aufklärungsflugzeugen nach Afghanistan könnte im Bundestag auf größeren Widerstand stoßen als bisher gedacht. Denn die Jets sollen Kampfflugzeuge ins Einsatzgebiet führen.

NZ-Quiz: Kennen Sie Afghanistan?>>> Generalinspekteur der Bundeswehr, Wolfgang Schneiderhan, teilte nach Informationen der «Berliner Zeitung» im Verteidigungsausschuss des Bundestages mit, neben der allgemeinen Luftraumüberwachung würden auch Kampfflugzeuge bis zu ihrem Einsatzgebiet geführt.

Das macht vor allem die Grünen skeptisch. «Damit sind wir automatisch dichter dran an den Luftangriffen», sagte der Grünen-Verteidigungsexperte Winfried Nachtwei. Flüge der von den USA kommandierten «Operation Enduring Freedom» (OEF) sollen nach offizieller Lesart zwar nur «im Notfall» begleitet werden. Der Notfall sei bei OEF jedoch der Regelfall, sagte Nachtwei. Bei diesen Einsätzen sei die Gefahr, dass Zivilisten getötet würden, besonders groß.

Der verteidigungspolitische Sprecher der SPD, Rainer Arnold, forderte seine Bundestagskollegen auf, der Awacs-Entsendung zuzustimmen. «Auch die Deutschen waren schon auf Luftraumunterstützung angewiesen. Es ist nicht ethischer, wenn wir solche Hilfe anfordern, als wenn die Amerikaner das tun.» Die Hälfte der Awacs-Mannschaften stellt die Bundeswehr. Unklar ist, wann und wie der Bundestag abstimmt. Die Nato beschließt die Awacs-Mission wohl erst kommende Woche. Für eine Verbindung mit der Verlängerung des Isaf-Mandats, die am 7. Oktober zur Abstimmung steht, könnte das zu spät sein. (nz)