Deutscher Herbst:
SPD-Politiker Klose für Öffnung der RAF-Akten
Der SPD-Politiker Hans-Ulrich Klose hat sich für eine Freigabe der von der Bundesregierung unter Verschluss gehaltenen Akten und Protokolle der RAF-Zeit ausgesprochen. «Der allgemeine Geheimnisschutz ist kein Argument, die Papiere weiter unter Verschluss zu halten», sagte Klose, der während des «Deutschen Herbstes» im Bonner Krisenstab saß, der Netzeitung. «Solange keine Persönlichkeitsrechte verletzt oder schutzbedürftige Fahndungsmethoden preisgegeben werden, sollten die Akten frei zugänglich sein.»
Klose war zum Zeitpunkt des «Deutschen Herbstes» Erster Bürgermeister in Hamburg. Weil auch in der Hansestadt ein RAF-Mitglied inhaftiert war, gehörte der SPD-Politiker 1977 während der Entführung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns-Martin Schleyer und der Lufthansa-Maschine «Landshut» zum Krisenstab im Bonner Kanzleramt. (nz)

