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Statistisches Bundesamt: 

Jede dritte Familie erhält nur 300 Euro Elterngeld

08. Sep 2008 14:07
Fast die Hälfte der Eltern ist ohne Einkommen
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Die erste Elterngeld-Bilanz liefert erschreckende Zahlen: Fast jeder zweite Empfänger ist einkommenslos. Je nach Bundesland gibt es allerdings deutliche Unterschiede.

Fast jeder zweite Empfänger von Elterngeld ist arbeitslos oder studiert und bezieht deswegen den Mindestbetrag von 300 Euro im Monat. Bundesweit waren dies zwischen Januar 2007 und Juni 2008 rund 353.000 Mütter und Väter, das entspricht 47 Prozent aller 752.000 Bezieher.

Der Mindestbetrag wird in der Regel an Mütter und Väter gezahlt, die vor der Geburt des Kindes nicht erwerbstätig waren. 53 Prozent, nämlich 399.000 Empfänger, erhielten das Elterngeld auf der Basis des Einkommensersatzes, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte.

300 Euro Mehrlingszuschlag

Etwa jeder Dritte, also insgesamt 230.000 Frauen und Männer, bekamen ausschließlich den Monatsbetrag von 300 Euro. Zusätzlich bezogen weitere rund 123.000 einen Geschwisterbonus und/oder Mehrlingszuschlag. Der Geschwisterbonus beträgt zehn Prozent des Elterngeldbetrages, mindestens 75 Euro; der Mehrlingszuschlag beläuft sich auf je 300 Euro für das zweite und jedes weitere Kind.

Vor der Einführung des Elterngeldes zum 1. Januar 2007 erhielten Eltern eines Neugeborenen Erziehungsgeld. Der Mindestbetrag lag ebenfalls bei 300 Euro pro Monat. Allerdings lag hier die Laufzeit bei maximal 24 Monaten. Das im Januar 2007 Elterngeld gibt es hingegen nur für maximal 14 Monate.

Nur noch 14 Monate Laufzeit

Es beträgt für erwerbstätige Mütter und Väter 67 Prozent des wegfallendenden Nettogehalts, wenn die Arbeitszeit vollständig oder teilweise reduziert wird. Es werden mindestens 300 Euro und höchstens 1800 Euro im Monat gezahlt.

Der Anteil der Väter und Mütter, die Elterngeld auf Basis des Einkommensersatzes bezogen, war in Bayern (60 Prozent), Brandenburg und Sachsen (je 59 Prozent) am größten. In Bremen (42 Prozent), Nordrhein-Westfalen (48 Prozent) und Niedersachsen (49 Prozent) war dieser Anteil am niedrigsten. (epd/dpa/AP)
 
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