07. Sep 2008 16:08
Der Wechsel an der Spitze der Sozialdemokraten hat vor allem inhaltliche Folgen, meint
. Denn der Plan der SPD-Linken, die Agenda 2010 rückgängig zu machen, funktioniert nicht mit Müntefering.
Mit dem Rückzug Becks ist somit auch klar, dass die Annäherungslinie an die Lafontaine-Partei nicht weiter gefahren wird. Steinmeier und Müntefering werden auf Abgrenzung setzen. Und auf eine vernünftige Moderierung und Weiterentwicklung der Agenda 2010. Anderenfalls verkommt die SPD zum Wasserträger der Linken. Kurt Beck hat sich aus Kalkül für einen Weg nach links, weg von der Agenda 2010, entschieden. Diesen Kurs schien er mit dem Hamburger Parteitag im vergangenen Herbst endgültig festgelegt und vorgegeben zu haben. Franz Müntefering wurde im Zuge dessen marginalisiert. Nicht mal ein Jahr später ist aus dem Slogan der Parteirechten „Beck muss weg“ ein „Beck ist weg“ geworden.Alexander Görlach ist Ressortleiter von Cicero Online. In loser Folge kommentiert er Politisches für die Netzeitung.