07. Sep 2008 10:49
Im Geheimen wollten die Islamisten mutmaßlich gewaltige Bomben bauen. Doch ein dichtes Netz von V-Leuten hatte meist ein Auge auf sie. Sogar ein WG-Mitbewohner sammelte fleißig Daten für die Ermittler.
Einer der Islamisten, der die Zünder in Istanbul besorgt habe, sei seit Jahren Informant der amerikanischen und türkischen Sicherheitsbehörden, heißt es in dem Bericht. Nach der Identifizierung der Terrorzelle im süddeutschen Raum habe die deutsche Polizei zudem zwei Vertrauenspersonen an den mutmaßlichen Terroristen Daniel Schneider herangespielt. Einer der Informanten sei für sechs Wochen in eine Saarbrücker Wohngemeinschaft gezogen, in der sich auch Schneider aufgehalten habe. Von dort habe der Informant Details über dessen Tagesablauf und Schneiders Laptop an die Behörden weitergeleitet. Die Vertrauensperson habe «wertvolle Informationen zu Schneider und seinen Kontaktpersonen» geliefert, zitierte der «Spiegel» aus einem Vermerk der Ermittler.