Der im Dezember 2007 erlassene Planfeststellungsbeschluss sieht bis zu 17 geplante Nachtflüge in Frankfurt vor. Der Beschluss wird derzeit vor dem hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel beklagt. Der Landesvorsitzende der Linken, Ulrich Wilken, sagte, seine Partei werde die SPD in den nun anstehenden Gesprächen an ihre Wahlversprechen erinnern. Zudem betonte er, es werde von der Linkspartei «keinen Blankoscheck zum Haushalt geben». Dennoch sei die Tür für die nun anstehenden Gespräche zwischen SPD, Grünen und Linken weiter offen.Forderungen nach einer Distanzierung vom DDR-Unrecht sowie ein Bekenntnis zu Parlamentarismus und Verfassung seien für die Linke kein Problem, sagte Wilken: «Wir stehen auf dem Boden des Grundgesetzes und der hessischen Verfassung.» Er sei sich zudem «zu 100 Prozent sicher», dass keiner der sechs hessischen Abgeordneten der Linkspartei mit der Stasi zusammengearbeitet habe. Unproblematisch sei aus seiner Sicht auch die SPD-Forderung, wonach die Linke sich aus dem Abstimmungsverhalten Hessens im Bundesrat heraushalten soll, sagte Wilken. Es sei klar, dass dies zwischen den Koalitionspartnern festgelegt werde.
Die hessische FDP bezeichnete den Flughafenausbau als «Sollbruchstelle» eines Linksbündnisses in Hessen. «Aus unserer Sicht ist das Scheitern des Irrweges Rot-Grün-Rot in Hessen ein weiteres Stück vorangekommen», sagte FDP-Chef Jörg-Uwe Hahn.