Parteichef Beck kommt nicht aus der Krise, die hessische SPD will mit der Linken zusammenarbeiten - was die CSU nach Kräften ausschlachtet. «Die Begleitmusik aus Berlin ist nicht so, wie man sie sich wünschen würde», seufzt die stellvertretende SPD- Landeschefin Adelheid Rupp. Müntefering streift die CSU nur in wenigen Sätzen, beinahe verächtlich. Ministerpräsident Günther Beckstein und CSU-Chef Erwin Huber seien «Waschlappen». «Bayern kann vor allem keine Angsthasen brauchen, die ihre weichen Stühle behalten wollen und ansonsten über das Land hoppeln und versuchen, sich ein paar Freunde zu machen.»
Doch auch die Passagen, in denen es um die CSU geht, sind doppeldeutig: Man dürfe nicht bei jedem Gegenwind sein Fähnlein nach dem Winde hängen, mahnt Müntefering. «Wir brauchen Männer und Frauen, die führen und die deutlich machen, wohin die Reise eigentlich geht.» Auf welche Partei sich das bezieht, bleibt offen. (Carsten Hoefer, dpa)