Ratzmann gibt auf: 

netzeitung.deWeg frei für Özdemir als Grünen-Chef

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Ratzmann (r.) gibt Özdemir den Vortritt (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Ratzmann (r.) gibt Özdemir den Vortritt
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Bisher lief alles auf eine Kampabstimmung um die Nachfolge von Bütikofer hinaus. Doch einer der beiden Kandidaten für den Grünen-Vorsitz möchte nicht mehr, heißt es in einem Medienbericht.

Der Berliner Grünen-Fraktionsvorsitzende Volker Ratzmann wird an diesem Donnerstag nach Informationen der «Frankfurter Allgemeine Zeitung» seine Kandidatur für den Bundesvorsitz der Grünen zurückziehen. Das berichtete die Zeitung ohne Angabe von Quellen in ihrer Onlineausgabe. Ratzmann hatte am Mittwoch kurzfristig für diesen Donnerstag zu einer Pressekonferenz eingeladen, bei der er eine Erklärung zu seiner Kandidatur als Bundesvorsitzender abgeben will.

Der 48-jährige Jurist hatte Mitte Juni in Konkurrenz zu dem Europa-Abgeordneten Cem Özdemir seine Kandidatur als Nachfolger des bisherigen Bundesvorsitzenden Reinhard Bütikofer angemeldet. Unterstützt wurde er von der Vorsitzenden der Grünen-Bundestagsfraktion Renate Künast. Ratzmann war am Mittwoch nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Auch die Berliner Grünen-Fraktionssprecherin Corinna Seide verweigerte jede Auskunft zu der Pressekonferenz.

Nach dem Rückzug Ratzmanns gäbe es mit Özdemir und der erneut kandidierenden Vorsitzenden Claudia Roth nur noch zwei Kandidaten für die Wahl der Grünen-Doppelspitze beim Parteitag am 14. November in Erfurt. Bütikofer als Vertreter des Realo-Flügels hatte angekündigt, er wolle nicht wieder antreten und sich um einen Sitz im Europaparlament bewerben.

Der Zuspruch und die echte Wahlmöglichkeit für die Grünen-Basis hätten ihn zu seiner Bewerbung bewogen, über die er seit mehreren Wochen nachgedacht habe, hatte Ratzmann am 14. Juni gesagt. Özdemir hatte seine Bewerbung 14 Tage früher angemeldet. Der 42-jährige Schwabe türkischer Herkunft kündigte damals an, im Falle seiner Wahl wolle er auf einen teamorientierten Arbeitsstil setzen. Beide Anwärter auf den Platz an der Parteidoppelspitze hatten sich seitdem in den Regionalverbänden ihrer Partei vorgestellt. (dpa)