02. Sep 2008 15:10, ergänzt 26. Sep 2008 15:07
In Bayern könnte es am Sonntag zu einer politischen Zäsur kommen: Nach 42 Jahren Alleinherrschaft muss die CSU bei der Landtagswahl stark wie nie um ihre absolute Mehrheit fürchten. Die Folgen eines Scheiterns wären gravierend. Das Wahl-Dossier der
bündelt Hintergründe, Kommentare und Interviews.
Nach dem Rückzug des einstigen CSU-Chefs Edmund Stoiber infolge einer parteiinternen Revolte sind Beckstein und Huber (64 und 62 Jahre alt) seit rund einem Jahr im Amt. Ihre politische Zukunft dürfte auch davon abhängen, ob die CSU ihre Alleinherrschaft verteidigen kann. Bei den Kommunalwahlen im März hatte die CSU massive Verluste erlitten, was als Warnsignal verstanden werden musste. Neben der CSU sind im Landtag bisher nur SPD und Grüne vertreten. Chancen auf den Einzug in das Münchner Maximilianeum, wo die CSU seit 2003 mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit dominiert, haben Umfragen zufolge neben der FDP, den Freien Wählern auch die Linkspartei.