Er werde Anträge der NPD «nicht einfach ablehnen, nur weil sie die NPD stellt», zitierte die «taz» Märtz. «Wenn die NPD Vorschläge hat, die für den Kreis gut sind, gibt es keinen Grund, sie abzulehnen». Der sächsische SPD-Generalsekretär Dirk Panter warf der CDU daraufhin vor, die NPD hofieren zu wollen. Es sei skandalös, den Trend zur schleichenden Normalisierung der NPD zu unterstützen. Die NPD sei eine verfassungsfeindliche Organisation und dürfe auch im nordsächsischen Kreistag kein Podium für ihre Propaganda finden. Alle demokratischen Parteien rief er auf, von der NPD gestellte Anträge kategorisch abzulehnen. CDU-Generalsekretär Michael Kretschmer sprach daraufhin von einer verzerrten und verkürzten Darstellung in dem Bericht. Märtz habe auch eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Nazi-Ideologie angekündigt. Die Vorstellung, die CDU wolle die NPD aufwerten, sei «völlig absurd», sagte er der AP. Er warf dem Koalitionspartner SPD und den oppositionellen Grünen zugleich vor, sie versuchten, Kapital aus dem Thema zu schlagen. Die NPD ist seit den Kommunalwahlen im Juni in allen zehn Kreistagen vertreten. In Nordsachsen verfügt sie über vier Mandate. (dpa)