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Gedenkstunde zu Ramstein: 

«Man kann dem Unglück keinen Sinn geben»

28. Aug 2008 12:11
Beck hat an die Opfer von Ramstein erinnert
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Ministerpräsident und Landtag von Rheinland-Pfalz haben den Opfern des Flugzeugunglücks von Ramstein gedacht. Die Katastrophe hat tiefe Narben hinterlassen, aber auch Änderungen bewirkt.

Mit einer Gedenkveranstaltung hat der rheinland-pfälzische Landtag am Donnerstag an die Opfer der Flugtagkatastrophe von Ramstein vor 20 Jahren erinnert. «Menschen haben ihre Angehörigen verloren und selbst schwersten Schaden genommen», sagte Ministerpräsident Kurt Beck (SPD).

Viele Betroffene hätten das Ereignis bis heute nicht verarbeiten können. Beck sagte, der Staat habe versucht, mit seinen materiellen Mitteln den Opfern der Katastrophe zu helfen. Auch seien zahlreiche Konsequenzen gezogen worden, vor allem im Rettungswesen, im Katastrophenschutz und in der Zusammenarbeit zwischen militärischen und zivilen Stellen.

Nicht zuletzt sei die Tradition der Flugtage auf dem US-Stützpunkt Ramstein für immer beendet worden. Dennoch bleibe ein Gefühl der Ohnmacht. «Man kann dem Unglück keinen Sinn geben», betonte Beck. Dennoch dürften die Lehren aus Ramstein nicht vergessen werden. Zivilisten dürften dem Risiko, das aus militärischer Technik entstehe, nicht in unzulässiger Weise ausgesetzt werden.

«Opfer von Leichtsinn und mangelnder Vorsicht»

«Die Toten von Ramstein bleiben Opfer von Leichtsinn, menschlichem Versagen und mangelnder Vorsicht», sagte der Präsident des Mainzer Landtags, Joachim Mertes. Unzählige Verletzte und Angehörige der Opfer litten auch heute noch an den Folgen des Unglücks: «Sie leiden unter den schweren Verbrennungen und Verletzungen, den tiefen Narben auf der Haut und auf der Seele.»

Zwei Militärjets der italienischen Kunstflugstaffel
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Die Folgen der Flugtagkatastrophe seien bis heute spürbar. Mertes sagte, die Bilder des Unglücks hätten sich in das kollektive Gedächtnis des Landes eingebrannt. Opfer seien aber nicht nur die unmittelbar verletzten Zuschauer des Flugtages gewesen. Auch unzählige Feuerwehrleute, Sanitäter und Ärzte litten bis heute an den seelischen Folgen des Unglücks. Dass Rettungskräfte nach derart schwierigen Einsätzen heute psychologisch betreut würden, sei auch eine Folge des Unglücks von Ramstein.

Beim Absturz dreier Maschinen einer italienischen Kunstflugstaffel waren am Nachmittag des 28. August 1988 auf dem Gelände des US-Luftwaffenstützpunktes Ramstein in der Pfalz 70 Menschen getötet und über 1000 verletzt worden, 450 von ihnen schwer. Wegen eines Pilotenfehlers waren die drei Flugzeuge in der Luft kollidiert. Eine Maschine stürzte in unmittelbarer Nähe der rund 350.000 Zuschauer ab, die zum traditionellen Flugtag der US-Streitkräfte gekommen waren. (AP)

 
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