Die hessische Linke will bei einem Parteitag am Samstag in Lollar entscheiden, unter welchen Bedingungen sie ein rot-grünes Minderheitskabinett toleriert. Zudem will sie den Landesvorstand neu wählen. Dabei zeichnet sich eine Kampfkandidatur um den Vorsitz ab. Der bisherige Vize-Vorsitzende Ferdinand Hareter sagte, er werde nur verzichten, wenn der Landtagsabgeordnete Ulrich Wilken seine Bewerbung zurückziehe. Bei SPD und Grünen gibt es Bedenken gegen eine Kooperation, falls Hareter die Linken führen sollte.Als Ausweg aus der politischen Situation in Hessen plädierten 61 Prozent der Befragten in Hessen für Neuwahlen. Bei einer Neuwahl könnten CDU und FDP laut Umfrage zusammen mit 50 Prozent und damit einer parlamentarischen Mehrheit rechnen. Die CDU käme im Vergleich zur Landtagswahl auf 38 Prozent (plus 1,2 Punkte), die FDP auf 12 Prozent (plus 2,6). Die SPD würde um 10,7 Punkte auf 26 Prozent absacken. Die Grünen könnten sich auf 11 Prozent (plus 3,5) verbessern, die Linke würde auf 8 Prozent (plus 2,9) zulegen. Forsa befragte zwischen dem 19. und 22. August 1001 Wahlberechtigte in Hessen. (dpa)