20. Aug 2008 10:38
Die Frauen in Deutschland bekommen wieder mehr Kinder. Im Osten stieg die Geburtenrate auf den höchsten Wert seit der Wiedervereinigung. Junge Frauen bekamen allerdings weniger Kinder.
Vor allem bei den Frauen im Alter zwischen etwa 33 und 37 Jahren nahm die Geburtenzahl zu, während sie bei jüngeren Frauen zurückging. Rund 685.000 Kinder wurden im vergangenen Jahr geboren, das waren etwa 12.000 mehr als 2006. Die durchschnittliche Kinderzahl nahm dabei sowohl im Westen als auch im Osten Deutschlands zu. Erstmals seit 1991 war die Zahl in den neuen Bundesländern so hoch wie im früheren Bundesgebiet (jeweils ohne Berlin). Im Westen stieg die durchschnittliche Kinderzahl erstmals wieder seit 2004 und zuvor 2000. Sie erreichte im vergangenen Jahr wieder den Stand von 2004, fiel aber niedriger aus als in den Jahren 1996 bis 2001. Im Osten stieg sie 2007 deutlich auf den höchsten Wert seit der Wiedervereinigung, nachdem sie bis 2006 auf dem Niveau verharrt hatte, das 2004 erreicht worden war. Zuvor hatte die durchschnittliche Kinderzahl dort nach ihrem Tief nach der Wiedervereinigung Anfang der 1990er Jahre bereits deutlich zugenommen. (AP)