Rückkehr des SPD-Politikers:
Müntefering weckt Hoffnungen in der CDU
18.08.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Auch CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla lobte Müntefering. «Er ist ein äußerst geschätzter Kollege, mit dem ich in den ersten zweieinhalb Jahren der großen Koalition sehr gut zusammengearbeitet habe», ergänzte der Politiker. Ob Müntefering bundespolitisch wieder stärker in Erscheinung trete, sei aber Sache der SPD.
Berichten zufolge will Müntefering schon im September seine Arbeit als Abgeordneter wieder vollständig aufnehmen. Der Arbeitsminister war im November 2007 zurückgetreten, um seine schwer krebskranke Frau Ankepetra zuhause in Bonn zu pflegen. Sie starb Ende Juli. Sein Bundestagsmandat hatte er aber beibehalten und sich mehrfach zu aktuellen politischen Themen geäußert.
Fraktionsvorstandsmitglied Sebastian Edathy sagte im NDR, er würde sich freuen, wenn Müntefering ab Herbst stärker in die aktuelle Politik eingreifen würde. «Franz Müntefering ist eine zentrale Identifikationsfigur für die SPD.» Er stehe für die Tradition der Partei, aber auch für die Notwendigkeit von Reformen und verkörpere als Person Autorität.
Positiv äußerte sich auch der zum linken Flügel gerechnete SPD-Politiker Michael Müller. «Sein Erfahrungsschatz ist einzigartig. Man sollte ihn in geeigneter Weise nutzen», sagte der parlamentarische Staatssekretär im Umweltministerium in der «Rheinischen Post» über Müntefering. (AP/dpa)

