08. Aug 2008 20:25
Er ist wieder zurück im Saarland, doch so richtig weg ist er eigentlich nie gewesen. Nun kürt die Linke ihren «Oskar» zum Spitzenkandidaten und eröffnet damit gut ein Jahr vor der Wahl den Kampf um die Stimmen.
Die Wahl hat nicht nur wegen der brisanten Personalkonstellation bundespolitisches Gewicht. Seit Monaten streiten die Parteien um den Termin. Die CDU und Müller wollen die Wahl von der Bundestagswahl, die vermutlich am 27. September 2009 stattfinden wird, entkoppeln. So werden die Saarländer voraussichtlich wenige Wochen vor der Abstimmung im Bund an die Urnen treten - und bundesweit aufmerksam beobachtet werden.Allerdings bezweifeln Maas und Müller beide, dass Lafontaine überhaupt zurück in die Staatskanzlei will. «Theaterdonner» nennt Maas die Kandidatur und glaubt, dass die Saarländer «nicht darauf hereinfallen». «Natürlich will Lafontaine nicht Ministerpräsident werden», sagt Müller, die ganze Sache sei unredlich. Lafontaine selbst hat bereits angekündigt, nur als Ministerpräsident im Saarland weiter Politik zu machen. Ändern wird das aber nichts. Mit dem neuen alten Spitzenkandidaten an der Saar werden die anderen nun umgehen müssen. Es wird ein heißes Rennen. (Sebastian Raabe, dpa)