08. Aug 2008 10:06
Eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei kommt für die Saar-SPD nicht infrage. Es sei denn, der Mann an der Spitze ist nicht der Ex-SPD-ler Oskar Lafontaine. Doch der soll am Wochenende Spitzenkandidat der Konkurrenz werden.
Die SPD werde einen Ministerpräsidenten Lafontaine deshalb nicht mitwählen. Maas schloss nicht aus, auch mit der Linkspartei über inhaltliche Fragen zu sprechen. «Mit wem wir am meisten sozialdemokratische Politik umsetzen können, mit dem sind wir auch bereit zu reden. Und zum zweiten muss das Personalangebot stimmen», sagte er. Auch Lafontaine, heutiger Chef der Linken, sagte, eine rot-rote Regierung im Saarland sei möglich. «Wenn wir zweitstärkste Partei sein werden, werden wir versuchen, mit der SPD eine Regierung zu bilden», sagte er im Bayerischen Rundfunk. Die Programme lägen so weit zusammen, dass sich nur diese Zusammenarbeit anbiete.Derzeit überlegt die SPD Hessen, mithilfe der Linkspartei-Abgeordneten im Landtag einen zweiten Anlauf auf die Regierungsmacht zu wagen, was die SPD-Bundesspitze wiederum stark verunsichert. Vor der Landtagswahl im Januar hatte die Hessen-SPD jede Zusammenarbeit mit der Linken ausgeschlossen. In Berlin regieren SPD und Linkspartei seit Jahren zusammen. (nz/AP/dpa)