08.08.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Maget
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Franz Maget hat sich für Bayern viel vorgenommen: Keinen schwächeren Gegner als die CSU will er niederringen. Der Slogan des Sozialdemokraten: Gerechtigkeit. Vorbild seiner Politik ist er selbst.
Sein Stab hat einen weißen Autobus mit seinem Konterfei bekleben lassen. «Franz Maget» leuchten zehn Lettern in sozialdemokratischem Arbeiter-Rot. «Unterwegs für ein gerechtes Bayern» ist in Bayern-Blau hinzugefügt. Maget tourt durchs Land entlang der Rinderställe, Gärten, Flüsse. Zwischen Albertshofen, Beilngries, Bodenmais und Würzburg ist fast jedes Dorf dabei. Frühschoppen, TV-Duell, Oktoberfest 66 Termine, manchmal sechs an einem Tag umfasst die Wahlkampf-Hatz. Die Zielkurve erreicht er am 26. September mit der Abschlusskundgebung in Nürnberg zwei Tage vor der Wahl.
Magets Botschaft: Ich bin für alle wählbar. Der derzeitige Ministerpräsident Günther Beckstein, ein Franke, ist Protestant. Maget ist katholisch, wie Bayern. «Natürlich war ich Ministrant», betont er. Der Vater des jungen Maget arbeitete als Schneider, die Mutter als Buchhalterin. Das Gymnasium war für sie «eine fremde Welt». Trotz seiner armen Eltern schaffte es der Franz auf die Hochschule.
Franz will, dass mehr Kinder aus Arbeiterfamilien an den Universitäten lernen. Das will er in Bayern ändern. «Da ist viel zu tun», sagt er der
Netzeitung>>>. Wer ihm den Weg verstellt, muss mit Gegendruck rechnen: «Ich bleibe hartnäckig, wenn ich von etwas überzeugt bin», verheißt er.
Sein politisches Vorbild traf er mit 13 Jahren. Der eigentlich unpolitische Vater nahm den jungen Franz mit auf eine Kundgebung. Am Mikrofon stand Willy Brandt: «Ein unvergessliches Erlebnis für mich», erinnert sich Maget. Als Schülersprecher spürte er die Vibrationen der Politik erstmals an sich selbst. Franz hörte Doors, die Rolling Stones. Mit 17 trat er in die Partei ein.
Heute lebt Maget mit zwei Kindern und Frau Dorle im Münchner Norden am Lerchenauer See. Er ist Vizepräsident seines Lieblingsvereins 1860 München. Gern präsentiert er sich als Fußballer. Ob er wieder mehr Zeit für das Spielen hat, wird sich nach der Landtagswahl am 28. September zeigen.