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Forderung von Kinderschützern: 

Überraschungsei ohne Überraschung

07. Aug 2008 10:12, ergänzt 11:41
Auf der Ferrero-Seite wird das Ü-Ei 'Kindern zwischen 3 und 99 Jahren' empfohlen
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Spiel, Spannung und Schokolade: Drei Sachen auf einmal, das geht nun wirklich bald nicht mehr. Zumindest soll es ein Ende haben, wenn es nach dem Willen einiger Politiker geht. Denn die ganz kleinen Kinder sind möglicherweise in Gefahr.

Die Kinderkommission des Bundestags hat indirekt ein Verbot von Überraschungseiern vorgeschlagen. Jegliche Kombination aus Nahrungsmitteln und Spielzeug solle unterbleiben, heißt in einer Empfehlung gegen «Sicherheits- und Gesundheitsrisiken für Kinder im Alltag». Dazu gehören nach Ansicht von Kommissionsmitglied Miriam Gruß (FDP) auch Überraschungseier oder Cornflakes mit Spielzeug, berichtete die Tageszeitung «Die Welt». «Kinder unterscheiden nicht zwischen Spielzeug und Nahrungsmitteln.» Die «Bild» zitierte Gruß mit der konkreten Einschätzung: «Das würde auch das Verbot von Überraschungseiern betreffen, so traurig das ist.» Unfallzahlen mit verschluckten Plastikfiguren lagen der Politikerin indes nicht vor.

Der Hersteller der Überraschungseier, der Süßwarenkonzern Ferrero, reagierte empört auf den Vorstoß aus Berlin. «Es gibt keinerlei Beweise dafür, dass durch die Kombination von Spielzeug und Lebensmittel eine erhöhte Gefahr ausgeht», zitierte die «Welt» eine Firmensprecherin. Denn bei dem kritisierten Produkt ist, wie gemeinhin bekannt, «das Spielzeug durch eine Kapsel von der Schokolade getrennt».

Die FDP-Abgeordnete Gruß wies nach Erscheinen der Berichte darauf hin, dass sie, und damit die FDP, mitnichten ein Verbot von Überraschunsgeiern vertrete. «In der Stellungnahme der Kinderkommission des Deutschen Bundestages ist von einem Verbot ausdrücklich nicht die Rede.» Vielmehr gehe es um den Hinweis auf die mit Kleinspielzeugen verbundenen Gefahren.

Die Kommission forderte in dem Papier noch weitere Schutzmaßnahmen für Minderjährige. Demnach sollten Kinder und Jugendliche verpflichtet sein, Helme beim Fahrradfahren zu tragen. Zudem regten die Kinderschützer an, dass Schulranzen leichter werden sollen, indem Lehrbücher als Taschenbücher und nicht Hardcover-Bücher verkauft werden sollten. (nz/dpa)

 
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