Wer bereits aus der SPD flog
05.08.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Kurt Neumann: Im Oktober 1996 trennte sich die Partei von ihrem Berliner Bundestagsabgeordneten. Der Rechtsanwalt hatte bei seiner Kandidatur im Jahr 1994 Verurteilungen wegen einer Steuersache und nicht bezahlter Versicherungsbeiträge verschwiegen. Heute ist Neumann Referent der Linke-Fraktion im Bundestag.
Ibrahim Böhme: Für den Mitbegründer und ehemaligen Vorsitzenden der DDR-SPD kam das Aus im Juli 1992. Die mittlerweile gesamtdeutsche SPD schloss ihn «wegen schwer parteischädigenden Verhaltens» aus. Böhme soll als Stasi-Spitzel «Maximilian» Bekannte und Freunde bespitzelt haben - was er bis zu seinem Tod 1999 bestritt.
Karl-Heinz Hansen: Im Dezember 1981 schloss die Bundesschiedskommission den zum linken Parteiflügel gehörenden Bundestagsabgeordneten aus. Im Hinblick auf den Nato-Doppelbeschluss hatte er dem damaligen SPD-Bundeskanzler Helmut Schmidt und seiner Regierung «Geheimdiplomatie gegen das eigene Volk» vorgeworfen. 1997 nahm ihn die Partei wieder auf.
Klaus Uwe Benneter: Der heutige Berliner Bundestagsabgeordnete war Vorsitzender der Jungsozialisten, als ihn die Partei 1977 wegen seiner Nähe zur DKP rauswarf. 1983 nahm ihn die SPD wieder auf. Benneter machte Karriere und wurde unter SPD-Chef Franz Müntefering Generalsekretär der Bundespartei. (dpa)

