Keine Sauf- und Schlägertruppe:
Jugendstrafen für Neonazis «Sturm 34» gefordert
04.08.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Bei «Sturm 34» habe es sich durchaus um eine kriminelle Vereinigung gehandelt, sagte Staatsanwältin Beatrice Baumann. «Die Darstellung als Sauf- und Schlägertruppe trifft nicht zu.» Die Verteidigung sieht für diese Einschätzung keinen Beweis. Die Körperverletzung in mehreren Fällen wurde dagegen überwiegend eingeräumt. Die Männer sollen 2006 in der Region mehrmals brutal gegen Andersdenkende vorgegangen sein.
Seit April wird in Dresden gegen die mutmaßlichen «Sturm 34»- Mitglieder verhandelt. Die Neonazi-Kameradschaft soll Anfang März 2006 in Mittweida gegründet worden sein. Laut Anklage sollte in der Region mit Gewalt eine «national befreite Zone» entstehen. Sachsens Innenminister Albrecht Buttolo (CDU) hatte die Gruppierung im April 2007 nach zahlreichen Übergriffen auf Ausländer und Andersdenkende verboten. (dpa)

