SPD-Fraktionschef Peter Struck sagte der «Sächsischen Zeitung», Clements Aussagen im hessischen Wahlkampf seien für die SPD «ohne Zweifel ärgerlich» gewesen. Clement habe aber unzweifelhaft als nordrhein-westfälischer Ministerpräsident und als Wirtschafts- und Arbeitsminister «große Verdienste in der SPD.» Die nordrhein-westfälische SPD-Chefin Hannelore Kraft unterstrich ihre persönliche Wertschätzung für Clement. «Wir haben ein gutes persönliches Verhältnis.» Politisch sei die zwar nicht immer einer Meinung mit ihm gewesen, aber grundsätzlich gelte für sie, dass sie «kantige Typen» mag. «Die braucht eine Partei auch», sagte Kraft der in Düsseldorf erscheinenden «Westdeutschen Zeitung». Entsprechend drückte Kraft ihr Bedauern über den Spruch der SPD-Landesschiedskommission aus. (nz/AP/dpa)