22.07.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Es gibt Spuren, die Verena Becker entlasten
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Viele Attentate der Roten Armee Fraktion sind noch immer nicht geklärt. 30 Jahre nach Bubacks Tod wird nun wieder nach dem Mörder des Generalbundesanwalts gesucht. Eine Verdächtige scheint auszuscheiden.
Die frühere RAF-Terroristin Verena Becker war einem DNS-Gutachten zufolge wahrscheinlich nicht an dem Attentat auf Generalbundesanwalt Siegfried Buback 1977 beteiligt. Wie die Bundesanwaltschaft am Dienstag mitteilte, stammen DNS-Spuren, die nach dem Mord gefunden worden waren, definitiv nicht von Becker.
Dabei geht es um sogenannte Mischspuren, die in einem Motorradhandschuh, in einem Helm neben dem Tat-Motorrad sowie in einer Motorradjacke im Fluchtauto gefunden worden waren. Nach dem Gutachten des Bundeskriminalamts sei Becker als Mitverursacherin der Spuren ausgeschlossen.
Nach den bisherigen Untersuchungen der drei Spuren war eine Frau als Miturheberin nicht auszuschließen. Deshalb hatte die Bundesanwaltschaft vor kurzem offiziell Ermittlungen gegen die 55-Jährige eingeleitet, um von ihr eine DNS-Probe entnehmen zu können.
Festnahme mit TatwaffeBecker war einen Monat nach dem Mord an Buback und seinen beiden Begleitern zusammen mit Günter Sonnenberg, einem der Buback- Attentäter, im süddeutschen Singen festgenommen worden im Besitz der Tatwaffe. Ein Ermittlungsverfahren gegen sie war Anfang der 80er Jahre eingestellt worden.
Becker war wegen der Schießerei bei ihrer Festnahme zu lebenslanger Haft verurteilt worden. 1989 wurde sie begnadigt. (dpa)