Denn obwohl «die Preissteigerungen zu einem Problem geworden sind», wie Monika Niedermayer, Sprecherin des Münchner Sozialreferats, sagt, habe es angesichts allgemein steigender Lebenshaltungskosten keinen Sinn, zu niedrig angesetzte Regelleistungen beim ALG II durch ein «Flickwerk» von Vergünstigungen auszugleichen. Vielmehr sollten die Leistungen für Langzeitarbeitslose von derzeit 347 Euro auf mindestens 371 Euro und mehr angehoben werden, sagt sie. Außerdem habe sich in München bewährt, dass sich bei drohender Stromsperre Sozialbürgerhäuser oder Sozialverbände einschalteten und zum Beispiel mit den Stromanbietern Ratenzahlungen und Direktabbuchung vereinbarten. Monatlich werden so an die 23 Fälle bearbeitet. Die geplante Chipkartenlösung habe auch die erzieherische Wirkung, dass «der Kunde kontinuierlich den Rückgang seines Stromguthabens an seinem Zähler erkennen und somit eigenverantwortlich sein Verbraucherverhalten steuern kann». Also zum Beispiel zwischen «Tagesschau» oder warmen Spaghetti wählen. (Rudolf Stumberger, epd)