16. Jul 2008 07:56, ergänzt 10:28
Monatelang hatten sich Arbeitsminister und Wirtschaftsminister deswegen gestritten. Jetzt steht fest: Zusätzliche Branchen sollen Mindestlöhne erhalten. Nicht alle sind glücklich damit.
Konkrete Branchen für die Aufnahme in das Entsendegesetz sind noch nicht benannt, wie es weiter hieß. Das sei der nächste Schritt. Glos hatte monatelang erbitterten Widerstand gegen Scholz' Pläne geleistet, obwohl sich Arbeitsministerium und Kanzleramt im Grundsatz bereits einig waren. Auch andere Unionspolitiker hatten es immer wieder als Fehler bezeichnet, dass festgesetzte Mindestlöhne im Einzelfall auch Tarifvereinbarungen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften verdrängen können. Dabei soll es nun aber doch bleiben, wie es weiter hieß.
Der arbeitsmarktpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Ralf Brauksiepe (CDU), sagte, die Änderungen, die in den letzten Tagen noch eingearbeitet wurden, beträfen vor allem eine «Stärkung der Tarifautonomie im allgemeinen und insbesondere die Rechte kleinerer Gewerkschaften».