14. Jul 2008 17:14
Für kurze Zeit schien es, als könne Kurt Beck sich nach all den Angriffen der vergangenen Woche in einer sommerlichen Feuerpause erholen. Nun aber taucht in einem Brandenburger SPD-Blättchen ein heikler Text auf.
Das Heft sei ein «Debattenmagazin», das nicht «stromlinienförmig» sei und auch kontroverse Meinungen veröffentliche, sagte der brandenburgische SPD-Generalsekretär Klaus Ness. Seine Redaktion halte Teile der Einschätzung van Dyks für «völlig falsch», beispielsweise zu Beck und zu den Wahlaussichten der Partei.Unter der Überschrift «Rettet die SPD!» stellt van Dyk in seinem Gastbeitrag fest, die Sozialdemokraten seien «kurz davor, sich selbst ins Abseits zu manövrieren». Nachdem die Reform-«Agenda 2010» des früheren Bundeskanzlers Gerhard Schröder ein erster Schritt in die richtige Richtung gewesen sei, gehe von der Partei heute kein Reformimpuls mehr aus. «Becks Politik steht für mich leider im Moment für den blinden Marsch in die Vergangenheit.» Weiter schreibt van Dyk: «Eigentlich muss man sich einen möglichst eindeutigen Sieg der CDU/FDP wünschen, damit die SPD endlich aufwacht.»