Verdienste um die Wiedervereinigung :
Ex-Präsident Bush in Berlin geehrt
03.07.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Bush sagte, er sei immer überzeugt gewesen, dass Deutschland sein eigenes Schicksal in die Hände nehmen sollte. Das Land habe seinen Platz in der Welt verdient und sollte nicht auf ewig an seiner Vergangenheit gemessen werden. Deutschland sei das Herzstück Europas und ein Beispiel für Demokratie und Freiheitswillen. Kohl, der sich derzeit von einem schweren Sturz erholt, konnte an der Zeremonie nicht teilnehmen. Er habe ihm aber einen netten Brief geschrieben, sagte Bush.
Ursprünglich hätte die neue US-Botschaft schon 1999 fertig sein sollen. Die Planungsphase wurde allerdings von einem langwierigen Streit zwischen den USA und dem Berliner Senat über Sicherheitsvorkehrungen begleitet. Er mündete erst 2002 in einen Kompromiss, der sowohl die Sicherheitsbedürfnisse der USA als auch die gestalterischen Anforderungen des Pariser Platzes berücksichtigte. Der Neubau wurde auf dem Grundstück errichtet, auf dem die US-Botschaft bereits vor dem Zweiten Weltkrieg stand. Während des Kalten Kriegs lag das Areal im Niemandsland am Berliner Mauerstreifen.
Der Henry A. Kissinger Preis für Verdienste um die transatlantischen Beziehungen während des Kalten Krieges und danach wurde erst zum zweiten Mal verliehen. Erster Preisträger im vergangenen Jahr war Altbundeskanzler Helmut Schmidt (SPD). An der Feier am Donnerstagabend nahmen auch Altbundespräsident Richard von Weizsäcker und Exaußenminister Hans-Dietrich Genscher teil. (AP)

