29. Jun 2008 15:19
Jeder dritte Deutsche ist der Überzeugung, dass die Demokratie keine Probleme löst, in Ostdeutschland ist es sogar jeder Zweite. Die ablehnende Haltung ist in allen Schichten der Bevölkerung anzutreffen, wie eine Studie zeigt.
Demnach sprachen sich rund 57 Prozent der Befragten für eine Reformpause oder eine Rücknahme der Veränderungen aus. Das Münchner Institut Polis/Sinus hatte für die Erhebung 2500 Bundesbürger befragt.«Ich fürchte, rund ein Drittel der Menschen hat sich schon von der Demokratie verabschiedet», wurde Frank Karl von der FES zitiert. Während der Studie zufolge im gesamten Bundesgebiet jeder Dritte glaubt, dass Demokratie keine Probleme mehr löst, sind in Ostdeutschland rund 53 Prozent dieser Ansicht. Insgesamt zweifelten vier von zehn Bundesbürgern daran, dass die Demokratie überhaupt noch funktioniere.