29. Jun 2008 14:24
Im März hatte Kusch angekündigt, mit einer «Selbsttötungsmaschine» Schwerkranken Sterbehilfe leisten zu wollen. Nun teilte sein Sprecher mit, der frühere Justizsenator habe einer sterbewilligen Frau bei ihrem Vorhaben geholfen.
Über die näheren Umstände der Sterbehilfe wollte Kusch am Montag bei einer Pressekonferenz in Hamburg informieren. «Ob das strafbar war, was Kusch getan hat, muss die zuständige Staatsanwaltschaft prüfen», erklärte der Sprecher der Hamburger Justizbehörde, Thorsten Fürter. Der Ex-Senator hatte im März angekündigt, er wolle mit einer «Selbsttötungsmaschine» Schwerkranken auch in Deutschland einen selbst gewählten Weg in den Tod ermöglichen. Beim ersten Einsatz wolle er persönlich dabei sein. Er gehe aber auf jeden Fall davon aus, dass es anschließend ein Strafverfahren gegen ihn geben werde. Kusch war während seiner fünfjährigen Amtszeit vor allem durch Affären und Alleingänge aufgefallen, bis ihn Bürgermeister Ole von Beust (CDU) im März 2006 feuerte. Im Mai 2006 gründete er die rechtspopulistische Partei «Heimat Hamburg», die aber erfolglos blieb. (dpa)