25. Jun 2008 12:34
Plastikkarte statt Unterschrift – der elektronische Identitäts- und Berechtigungsnachweis soll demnächst die Vorsprache im Amt ersetzen. Wirtschaft und Verwaltung können durch die digitale Signatur mit Millionenersparnissen rechnen.
Das sogenannte «Elena»-Verfahren soll den Verbrauchern lästigen Papierkrieg mit Arbeitgebern und Behörden ersparen. Die Wirtschaft kann nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums pro Jahr 85 Millionen Euro an Bürokratiekosten sparen. Nach sechsjähriger Vorarbeit soll die digitale Signatur zunächst für sechs Bescheinigungen gelten:– Bundeselterngeld
– Arbeitsbescheinigung nach Ende des Arbeitsverhältnisses
– Nebeneinkommensbescheinigung
- Bescheinigung über geringfügige Beschäftigung
- Bescheinigung nach dem Wohnraumförderungsgesetz
- Fehlbelegungsabgabe
Schauerte sagte, neun Millionen Vorgänge pro Jahr könnten damit vereinfacht werden. In Zukunft solle das System auf 45 weitere Bereiche ausgeweitet werden, zum Beispiel auf das Kindergeld und auf das Arbeitslosengeld II. Jede Maßnahme bringe weitere fünf Millionen Euro an Entlastung für die Wirtschaft. Die Systemkosten sollen nicht höher sein als die bisherigen Verwaltungskosten.