Plausch von Linken und SPD-Abgeordneten:
Ypsilanti verteidigt Geheimtreffen mit Linken
20. Jun 2008 11:24
 |  Findet reden gut: Andrea Ypsilanti | Foto: AP |
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Die hessische SPD-Vorsitzende findet es normal und richtig, dass sich Sozialdemokraten mit Vertretern der Linken austauschen. Nur wenn miteinander geredet werde, könne Verständigung zustande kommen.
Die hessische SPD-Vorsitzende Andrea Ypsilanti hat ein Treffen zwischen sozialdemokratischen Bundestagsabgeordneten und Politikern der Partei Die Linke verteidigt. «Ich finde, dass Politiker auf allen Ebenen miteinander reden sollten, denn nur so kann Verständigung zustande kommen. Und das ist in der Demokratie auch so angelegt, dass man miteinander redet», sagte Ypsilanti am Freitag im Deutschlandradio Kultur.
Das Treffen solle man nicht überbewerten. Auf Kreis- und auf Länderebene gebe es bereits eine Zusammenarbeit mit den Linken. «In der Bundesebene sehen wir, dass das nicht geht. Und das halte ich auch für vertretbar», sagte die hessische Spitzenkandidatin bei der Landtagswahl in Hessen. Sie wollte sich mit den Stimmen der Linken zur Ministerpräsidentin wählen lassen, scheiterte aber an der Weigerung der SPD-Parteigenossin Dagmar Metzger, sie unter diesen Umständen zu wählen.
SPD-Fraktionsführung nennt Treffen «Kinderei»
Ein Treffen von jüngeren SPD-Abgeordneten mit Politikern der Partei Die Linke hatte bei den Sozialdemokraten eine neue Debatte über den Umgang mit der Partei ausgelöst. Die SPD-Spitze reagierte mit Verärgerung. Das seien völlig überflüssige «Kindereien», hatte es aus der Fraktionsführung gehießen. (dpa)