11. Jun 2008 13:13
Bewegt haben sie nichts, das Treffen im brandenburgischen Schlösschen Meseberg war eher eine Wohlfühlveranstaltung. Bush geht mit dem Bewusstsein in Pension, dass Kanzlerin Merkel ihn mag. Doch aus dem Nahen Osten tönt hämisch ein alter Bekannter herüber.
Weitere Themen des Treffens, das am Vorabend bei einem Essen in eher privater Atmosphäre verlief, waren die Lage im Irak und in Afghanistan. Bush zeigte sich nicht nur angetan über das Nationalgericht der Brandenburger – den Spargel. «Zufrieden» ist er auch mit der Entwicklung im Irak – man habe Fortschritte erzielt. Mit dem Sturz Saddam Husseins sei die Welt sicherer geworden, sagte er.
Über Bushs Anstrengungen für den Fortgang des Friedensprozesses im Nahen Osten sowie den Klimaschutz wurde aus den Gesprächen in Meseberg vorerst nichts bekannt. Gemeinsam will man jedoch die Anstrengungen verstärken, um die um die Welthandelsrunde von Doha erfolgreich zu Ende zu führen. «Wir haben die Chance zu einem Ergebnis zu kommen», so Merkel. Mit Bush habe sie noch vor dem G8-Gipfel in Japan im kommenden Monat gemeinsame Aktivitäten verabredet. Bush, der im Januar kommenden Jahres nach zwei Perioden aus dem Amt scheidet, befindet sich derzeit auf einer Abschiedstour durch Europa. Er reiste am Mittwochmittag nach Rom weiter. Von dort fliegt er später nach Paris und London. (nz)