08.06.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Er sucht den Mörder seines Vaters: Michael Buback
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Man hat ihn beschuldigt, den Generalbundesanwalt Buback umgebracht zu haben. Laut einem Bericht entlastet ein Gen-Abgleich Stefan Wisniewski nun aber. Weiterhin steht damit eine andere ehemalige Terroristin unter Verdacht.
Bei den Ermittlungen zum Mord an Generalbundesanwalt Siegfried Buback vor gut 30 Jahren sollen DNS-Analysen keine neuen Erkenntnisse für den Verdacht gegen den ehemaligen RAF-Terroristen Stefan Wisniewski ergeben haben. Nach «Focus»-Angaben haben Experten des Bundeskriminalamts DNS-Proben Wisniewskis mit Spuren an Handschuhe, einer Jacke aus dem Fluchtfahrzeug und einem Helm verglichen, der von den mutmaßlichen Buback-Attentätern am Karlsruher Tatort zurückgelassen worden war.
Die Analysen hätten keinerlei Beweise dafür erbracht, dass Wisniewski an dem Attentat beteiligt oder der Todesschütze gewesen sei, zitiert das Magazin die Anwältin des Ex-Terroristen.
Dagegen stehen die Ergebnisse einer DNS-Analyse von der früheren RAF-Terroristin Verena Becker noch aus. Rund 31 Jahre nach den tödlichen Schüssen von Karlsruhe wurde gegen sie ein Ermittlungsverfahren wieder eingeleitet, das 1980 eingestellt worden war.
Todesschützen und RädelsführerIm Dezember hatten die Bundesanwälte bekanntgegeben, dass bei den drei Spuren eine Frau als Miturheberin nicht auszuschließen sei. Ein sicherer Hinweis auf Becker ist nach früheren Angaben der Bundesanwaltschaft aber auch nach der neuerlichen Analyse nicht zu erwarten - allenfalls eine gewisse Wahrscheinlichkeit. Denkbar sei aber auch, dass sie am Ende mit hundertprozentiger Sicherheit ausgeschlossen werden könne.
Wisniewski soll 1981 von Becker als Todesschützen bezeichnet worden sein. Als unmittelbare Mittäter gelten der noch inhaftierte Christian Klar sowie Knut Folkerts und Günter Sonnenberg, als Rädelsführerin wurde Brigitte Mohnhaupt verurteilt. (dpa)