Kandidatur zum Parteivorsitz:
Viele Grüne wollen Özdemir
03.06.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Sollte er zum neuen Parteichef der Grünen gewählt werden, setze er auf einen teamorientierten Arbeitsstil, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. «Ich bin nicht einer, der mit der Faust auf den Tisch haut. Oft ist es besser, einen runden Tisch zu bauen, um den herum die anderen am Gesamtprojekt arbeiten.» Die Parteispitze müsse sich auch mehr um grundlegende Fragen kümmern und die Debatte darüber organisieren, wie wir in zehn oder zwanzig Jahren leben. Schwerpunkte will der 42-jährige Schwabe türkischer Herkunft auf Bildungs- und die Integrationspolitik legen.
Mitbewerber Ratzmann selbst erwartet vom Nachfolger Bütikofers im Parteivorsitz «eine zentrale Mittlerrolle im Diskussionsprozess nach innen, unabhängig von traditioneller Flügelzugehörigkeit». Er sagte der «Leipziger Volkszeitung», er habe auch in Kenntnis der Özdemir- Kandidatur «ein ungebrochenes Interesse an dieser sehr reizvollen Führungsaufgabe», wolle sich aber in den nächsten Tagen noch mit Parteifreunden beraten, ehe er eine Kandidatur anmelde.
Grünen-Chef Bütikofer will sein Amt beim Parteitag in November zur Verfügung stellen; Co-Chefin Claudia Roth stellt sich hingegen zur Wiederwahl. Grünen-Fraktionschefin Renate Künast, selbst Berlinerin, hatte sich für den Landespolitiker Ratzmann ausgesprochen. (nz/AP/dpa)

