Netzeitung Logo
 
DruckenVersenden
 

Bundespräsidentenwahl: 

Hape, Herbie, Hillary – die besseren Köhlers

20. Mai 2008 13:26
Mit gewissen Abstrichen ist auch Charlotte Roche präsidiabel
Bild vergrößern
Die SPD weiß nicht, ob sie Gesine Schwan zur Präsidenten-Kandidatin küren soll. Doch es gibt noch viele andere Persönlichkeiten, die keinen Parteienstreit provozieren würden. Ragnar Vogt stellt die wichtigsten vor.

Für alle Parteien bedeutet die Personalie des Bundespräsidenten weniger ein Ringen um die beste Persönlichkeit, sondern vielmehr ein weiteres Schlachtfeld im täglichen politischen Kampf. Vielleicht ist es Zeit für einen Kandidaten, der bisher noch keine Rolle in der Parteienlandschaft gespielt hat. Denn es gibt genügend geeignete Persönlichkeiten in Deutschland – und im Ausland.


Heidi repräsentiert schon heute Deutschland
Bild vergrößern

Heidi Klum

Ruck-Reden-Faktor: Bei ihrer Casting-Show hat sie gezeigt, dass sie nicht zu Emotionsausbrüchen neigt. Es ist fraglich, ob sich jeder Bundesbürger durch die Drohung, beim nächsten Mal kein Foto zu bekommen, motivieren lässt.

Internationaler Appeal: Sie ist ohnehin hauptsächlich auf den Laufstegen der Welt unterwegs und wird auch Staatsbesuche zu populären Catwalks veredeln.

First Lady: Eine First Lady als Mann sind die Deutschen seit Kanzlerin Merkel gewöhnt, doch auch noch ein Farbiger? Das wird bei dem charmanten Schmusesänger Seal kein Problem sein.

Problem: Es gibt viele Gruppen, die gegen sie wären. Allen voran die Übergewichtigen und Hässlichen, die in Deutschland die Mehrheit stellen.

Chancen: Sie ist trotz Glamour und Schönheit schwer durchzusetzen.


Würde auch im Schloss Bellevue eine gute Figur machen: Günther Jauch
Bild vergrößern

Günther Jauch

Ruck-Reden-Faktor: Der Moderator ist nett zu allen und kann die Deutschen durch Schmeicheln etwas vorantreiben. Doch zum Aufrütteln hat er nicht das Zeug.

Internationaler Appeal: Sein Wissen über die Welt erweitert er permanent über seine Quiz-Show. Im Ausland ist er allerdings unbekannt.

First Lady: Sein Hobby, das Verheimlichen seines Privatlebens, müsste er zumindest teilweise aufgeben.

Problem: Die ARD-Intendanten würden sich geschlossen gegen ihn stellen.

Chancen: Er ist extrem beliebt und hat dennoch wenig Aussicht auf das höchste Staatsamt.

Kann auch einen anderen Horst: Kerkeling als Köhler-Nachfolger
Bild vergrößern

Hape Kerkeling

Ruck-Reden-Faktor: Er hat Tausende dazu motiviert, die Arbeit ruhen zu lassen und durch die spanische Prärie zu pilgern. Vielleicht kann er dann auch Konjunktursteigerungen herbeireden.

Internationaler Appeal: Spanien kennt er nun und internationale Freunde konnte er beim Pilgern auch finden. Doch obwohl sein Buch auch in andere Sprachen übersetzt wurde, kennen ihn nur wenige im Ausland.

First Lady: Sein Lebenspartner Angelo Colagrossi ist repräsentabel, aber Staaten wie Saudi Arabien oder Sudan könnten sich an Kerkelings Homosexualität stören.

Problem: Er muss aufpassen, dass er bei Staatsbesuchen nicht seine Horst-Schlemmer-Seite herauslässt.

Chancen: Ein Freak wie er ist in Deutschland durchaus mehrheitsfähig.


Charlotte Roche würde Staatsbesuche bereichern
Bild vergrößern

Charlotte Roche

Ruck-Reden-Faktor: Wenn sie das Wort «Ruck» in den Mund nimmt, ist ihr zumindest die Aufmerksamkeit aller Männer gewiss.

Internationaler Appeal: Ihr Name klingt gut in den Weltsprachen Spanisch, Englisch und Französisch. Auch würde sie mit ihren Feuchtgebieten die Smalltalks bei Staatsempfängen bereichern.

First Lady: Ihr Ehemann hat als Gründer der Fernsehfirma Brainpool beste Kontakte zur B-Prominenz.

Problem: Nicht nur bei Menschen über Siebzig stößt sie mit ihrer Offenheit gegenüber Körperflüssigkeiten auf Unverständnis.

Chancen: Sie brächte zwar frischen Wind ins Schloss Bellevue, wäre aber für viele Deutsche ein Grund zum Auswandern.

Herbie an die Macht
Bild vergrößern

Herbert Grönemeyer

Ruck-Reden-Faktor: Bei diversen Benefiz-Events konnte er zeigen, dass er für die gute Sache kämpfen kann. Die passenden Worte hat er auch schon gedichtet: «Zeit, dass sich was dreht.»

Internationaler Appeal: Als in London lebender Weltstar der Deutschen und Freund von Afrika-Retter Bono ist er eine globale Größe.

First Lady: Sollte es eine neue Frau an der Seite des Musikers geben, müsste sie nun in die Öffentlichkeit treten.

Problem: Nicht jeder mag seine Knödelstimme auch noch bei der jährlichen Weihnachtsansprache hören.

Chancen: Er würde Politiker-Umfragen genauso dominieren, wie er die Charts zu dominieren weiß.

Müsste erst noch an ihrem eigentlichen Traum scheitern: Hillary Clinton
Bild vergrößern

Hillary Clinton

Ruck-Reden-Faktor: Mit ihrem amerikanischen Elan wird sie jeden, der sie versteht, begeistern. Allerdings spricht nicht jeder Deutsche ausreichend Englisch.

Internationaler Appeal: Sie würde die Staatengemeinschaft dominieren.

Fist Lady: Ein ehemaliger US-Präsident als First Lady – was will man mehr?

Problem: Es ist möglich, dass sie auch nach der US-Präsidentenwahl noch um Demokraten-Delegiertenstimmen für die Kandidatur kämpft, deshalb hat sie wahrscheinlich keine Zeit.

Chancen: Zunächst müsste sie eingebürgert werden, aber das sollte kein Problem sein.

Der Kaiser wäre kaum zu verhindern
Bild vergrößern

Franz Beckenbauer

Ruck-Reden-Faktor: Begeistern kann er und auch zu außergewöhnlichen Leistungen motivieren, das hat er bei diversen Weltmeisterschaften gezeigt. Doch er neigt auch zum Pöbeln und Nörgeln, gerne via «Bild»-Zeitung.

Internationaler Appeal: Der Kaiser ist weltweit bekannt und beliebt. Er hat beste Beziehungen in nahezu jede Nation, sie sich für Fußball begeistert.

First Lady: Er ist bereits in dritter Ehe verheiratet, alle seine Frauen sind es zwangsläufig gewohnt, in der Öffentlichkeit zu stehen.

Problem: Es würde nicht einfach werden, ihn von dem Amt zu überzeugen. Denn er müsste auf seine vielen Werbeverträge zu verzichten und würde vielleicht nicht für jeden Termin mit einem Bundeswehr-Hubschrauber eingeflogen werden können. Zudem wäre Bundespräsident für einen Kaiser eine Degradierung, auch wenn er in ein Schloss einziehen dürfte.

Chancen: Wenn er sich bereit erklärte, wäre es schwer, ihn zu verhindern.

 
Drucken
VersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
 
Zu weiteren Bildergalerien
Zu weiteren Bildergalerien
Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
 
Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Live Top 5
netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
Aus anderen Ressorts
Zur Autogazette

Geschäftsführer: Dr. Robert Daubner | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.