Kauder stellte jedoch in Aussicht, den Kinderfreibetrag vorzeitig heraufzusetzen: «Gleichwohl kann der im Herbst zu erwartende Existenzminimumbericht dazu führen, dass der Kinderfreibetrag angehoben und das Kindergeld erhöht wird. Damit wird es zu weiteren Entlastungen für die Bürger kommen.» Fuchs und Weiß hatten in dem Brief, der auch «Focus Online» vorliegt, geschrieben: «Wenn große Bevölkerungssteile trotz eines stabilen Wirtschaftswachstums, das immerhin in der Lage ist, die öffentlichen Haushalte zu konsolidieren und die Arbeitslosenzahlen kräftig zu senken, nichts davon in ihren Geldbeuteln spüren, darf uns der Zustrom zu den Linken nicht verwundern.» In dem Schreiben heißt es weiter: «Immer größere Schichten der Mittelschicht werden in eine armutsgefährdete Schicht heruntergezogen.»
Es sei deshalb unverzichtbar, dass schon 2009 der Grundfreibetrag von derzeit 7664 Euro heraufgesetzt werde. Auch dürfe die Inflation künftig nicht mehr zu überproportional steigenden Steuereinnahmen führen. Forderungen nach Steuersenkungen waren in der Großen Koalition bisher vor allem von der CSU gekommen, die ein eigenes Konzept bis 2012 vorgelegt hat. Im kommenden Jahr sieht es Entlastungen um rund fünf Milliarden Euro vor. Dazu sollen Kindergeld und Kinderfreibetrag steigen und die Pendlerpauschale wieder ab dem ersten Kilometer gelten.