Hochschulpräsidentin Schwan könnte auch wieder mit Unterstützung von Grünen in der Bundesversammlung rechnen, die das Staatsoberhaupt wählt. «Wir Grüne haben schon 2004 für Gesine Schwan gestimmt, weil sie eine gute Bundespräsidentin wäre, für den Ausgleich zwischen Ost und West», sagte deren Parlamentarische Geschäftsführerin Irmingard Schewe-Gerigk. In der Parteizentrale ist man nicht so entschlossen: Bundeschef Reinhard Bütikofer warnte im «Münchner Merkur», eine weibliche Kandidatin in ein «aussichtsloses Rennen gegen Horst Köhler zu schicken, nur um einen parteipolitischen Punkt zu machen, wäre dem Amt nicht angemessen». Doch auch in der SPD gab es offene Kritik an denen, die Schwan ins Spiel brachten. Die frühere SPD-Bundesfamilienministerin Renate Schmidt warf ihnen eine «subtile Diskriminierung von Frauen» vor. Es sei «nicht mehr hinnehmbar, dass immer dann Frauen ins Rennen geschickt werden, wenn sie praktisch keine Chance haben zu gewinnen». (nz/AP)