Streit um Verfassungsschutzbericht:
Linkspartei wettert gegen Schäuble
14.05.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Schäuble gehe es nicht um den Schutz der Verfassung, sondern um politisches Kalkül, meinte Bartsch. «Hier wird versucht, mit den Mitteln des Verfassungsschutzes Mitglieder und Sympathisanten der Linken zu diskreditieren. Das ist eine Unverschämtheit.» Bartsch warf dem Bundesinnenminister vor, er versuche als oberster Dienstherr der Verfassungsschützer mit Datenvorratsspeicherung und Onlineüberwachung selbst seit Jahren das Grundgesetz auszuhöhlen.
Der Verfassungsschutzbericht nennt laut «Bild» als stärkste Einzelgruppe extremer Strömungen bei den Linken die rund 840 Mitglieder zählende «Kommunistische Plattform» mit ihrer Wortführerin Sahra Wagenknecht. Die Gruppe kämpfe offen für die Überwindung des Kapitalismus. Weitere Zusammenschlüsse seien die «Sozialistische Linke» (550 Mitglieder), die pro-kubanische «Arbeitsgemeinschaft Cuba Si» (420 Mitglieder) und das «Marxistische Forum» (60 Mitglieder). Den Zahlen zufolge handelt es sich um einen Anteil von etwa 2,6 Prozent der insgesamt 72.000 Mitglieder.(dpa)

