12. Mai 2008 14:26
Es ist nicht das erste Mal, dass die deutsche Kanzlerin mit dem Nazi-Diktator verglichen wird – indirekt oder direkt. Aber auch dem venezolanischen Präsident Chávez selbst hat man schon unterstellt «genau wie Adolf Hilter» zu sein.
Eine türkische Tageszeitung bezeichnete sie im vergangenen Herbst anlässlich des neuen Zuwanderungsrechts als «zweiten Hitler». Ein Militärsprecher im Iran soll laut Bericht einer iranischen Nachrichtenagentur über die Kanzlerin gesagt haben, sie sehe sich «in ihren kindlichen Träumen» als Adolf Hitler. Ein polnisches Wochenblatt stellte Merkel mit Hitler-Bärtchen dar. Selbst im Europäischen Parlament wurden die Regeln zivilisierten Umgangs schon mit Füßen getreten. Italiens jetzt wiedergewählter Ministerpräsident Silvio Berlusconi legte dem deutschen SPD-Europaabgeordneten Martin Schulz während einer früheren Amtszeit 2003 eine Filmrolle als KZ-Aufseher nahe, entschuldigte sich jedoch später dafür. Ein britischer Abgeordneter verglich Pläne des deutschen Parlamentspräsidenten Hans-Gert Pöttering mit dem Ermächtigungsgesetz von 1933.
Auch Chávez selbst musste sich schon mit Hitler vergleichen lassen: Der frühere US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hatte 2006 vor Journalisten bemerkt, der Präsident Venezuelas sei «genau wie Adolf Hitler» legal gewählt worden und habe dann seine Machtposition ausgebaut. (dpa)