06. Mai 2008 12:48
Bis Anfang 2009 soll der deutsche Geheimdienst drastisch umgebaut sein. Hintergrund der BND-Reform sind einige ungeklärten Aktionen im Ausland - etwa im Irak - und die Bespitzelung von Journalisten im Inland.
Zuletzt war BND-Präsident Ernst Uhrlau unter Druck geraten, weil seine Mitarbeiter den Mailverkehr zwischen einem afghanischen Minister und einer «Spiegel»-Reporterin mitlasen. Der BND soll künftig in die drei großen Felder «Produktion», «Produktionsunterstützung» und «Service» gegliedert sein, für die jeweils ein Vizepräsident verantwortlich ist. Die vom Kalten Krieg herrührende bisherige Trennung in «Beschaffung» und «Auswertung» gibt der Dienst auf. Folglich könnten Beschaffer und Auswerter künftig zum Beispiel die Qualität von Quellen eingehender besprechen und bewerten. In der für Terrorismus zuständigen Abteilung fünf ist das bereits Realität.